Die Turmbergschule bleibt am heutigen Standort

Gemeinderatsbeschluss war einstimmig


Nach mehreren intensiven Vorberatungen entschied der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25.11.19 einstimmig für den Erhalt und Ausbau der Turmbergschule (TBS) am historischen Standort im Ortskern.

 
Diese Grundsatzentscheidung wurde erst nötig, nachdem die räumliche Situation der TBS angepasst werden muss. Dies aufgrund der stetig gestiegenen Schülerzahlen im Bereich der Grundschule, der Veränderungen der Schulstruktur im Bereich der Gemeinschaftsschule (Sekundärstufe I) und der geänderten Rahmenbedingungen (Ganztagsschule, pädagogische Konzeption, Inklusion, Präsenzpflicht der Lehrer, etc.).

Auf Basis einer guten, nachvollziehbaren Vorlage, mit Prognosen der Schülerzahlen, Beschreibung des pädagogischen Konzepts, Untersuchung des Alternativstandortes sowie einem Kostenvergleich zwischen Schulerweiterung und Schulneubau, fiel letztendlich die Entscheidung, auch aus Kostengründen, für den heutigen Standort und die weiteren Planungsschritte einstimmig.

Aufgrund der Platzenge am historischen Standort, sollen allerdings auch
Räumlichkeiten außerhalb des heutigen Areals gewonnen werden. So wird u. A. angestrebt, das angrenzende Gebäude der Ev. Kirchengemeinde (Gemeindesaal) zum Multifunktionsgebäude umzubauen, das zukünftig neben der evangelischen auch von der katholischen Kirchengemeinde und der Schule genutzt werden kann. Auch das „alte Penny-Gebäude“ in der Friedrich-Wilhelmstraße soll in das neue Raumkonzept, als Mensa, mit einbezogen werden.

Diesem Teil der Sechs-Punkte-Beschlussvorlage der Verwaltung, der den Kauf des Penny-Gebäudes unabhängig von der Verwendung für die Schule vorschlug, konnte unsere Fraktion aber aus haushaltstechnischen Gründen nicht zustimmen. Wir sind der Auffassung, dass die Gemeinde grundsätzlich nur Gebäude erwerben sollte, die für die Gemeinde gezielt gebraucht werden. Unserem Antrag, das „Penny-Gebäude“ nur i.V. mit einer Nutzung für die Schule zu erwerben, stimmten die anderen Fraktionen leider nicht zu. Sie entschieden sich für den Kauf ohne Zweckgebundenheit und ohne Nennung der Kosten!

Nun gilt es, in Zusammenarbeit mit fachkundigen Planern die technischen Möglichkeiten zu untersuchen und ein schlüssiges Planungskonzept zu erarbeiten. Dabei ist unsere Fraktion auch wichtig, dass neben der Schulleitung, Lehrer, Elternvertreter und Schülervertreter, auch die Öffentlichkeit, im Rahmen einer Bürgerversammlung, mit einbezogen werden. Nur so kann es uns gemeinsam gelingen, die anstehenden
enormen Investitionen in unsere Zukunft, in die Ausbildung unserer Kinder und Jugendliche, sinnvoll und wirtschaftlich umzusetzen.

Gerhard Fritscher (Gemeinderat)

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